Ein neuer Mitbewohner auf dem Naturhof
Vor einigen Wochen kam unser zweites Lamm „Brudi“ zur Welt. Beim morgendlichen Tiere Versorgen fanden wir ihn alleine auf dem Stallboden liegend. Er war noch ganz nass von der Geburt aber seine Mutter war schon wieder auf der Weide beim Fressen und hatte ihr Lamm nicht angenommen. Also packten wir den Kleinen in eine Kiste mit Stroh und brachten ihn zu uns nach Hause.
Mit gerade einmal 2 kg Körpergewicht war Brudi sehr dünn und wirkte ganz schwach und zerbrechlich. Er konnte anfangs auch nicht selber aufstehen und wir waren sehr besorgt, ob er es schaffen würde. Bei seiner Mutter melkten wir das wertvolle „Kolostrum“, die Erstmilch für Säuglinge, und fütterten ihn damit aus einer Babyflasche.
Nach ungefähr einem Tag schaffte er es das erste Mal selber aufzustehen und wir waren froh, dass er langsam zu Kräften kam. Unsere Hoffnung war, dass er doch noch bei seiner Mutter trinken würde aber alle Versuche die beiden zusammen zu bringen sind gescheitert. Er verstand es einfach nicht bei seiner Mutter zu trinken. Wahrscheinlich hatte er sich schon zu sehr an die Flasche gewöhnt.
Am 3. Tag nach der Geburt wurde bei Brudi dann auch noch eine Lungenentzündung festgestellt und wir mussten zum Tierarzt wo er behandelt wurde. Zum Glück stabilisierte sich sein Zustand dann immer mehr und er freundete sich schnell mit unseren Kindern und Hunden an.
Heute ist Brudi 5 Wochen alt und läuft mit uns im Garten und auf dem Hof mit. Er ist gesund und munter und fängt an ganz frech seine Welt zu erkunden. Er spielt mit unseren Hunden und ist der Liebling aller Kinder. Am liebsten trinkt er bei uns auf dem Schoß und hält danach fest an uns gekuschelt ein Schläfchen. Es war eine anstrengende Zeit für uns mit dem kleinen Brudi mit viel Bangen um seine Gesundheit, aber wir sind froh, auch diese Erfahrung einmal gemacht zu haben und freuen uns über unseren neuen Mitbewohner.
In Kürze darf er das erste Mal zu seiner Mutter auf die Weide und wir sind sehr gespannt ob er sich dort noch gut integrieren lässt. Er ist uns in dieser intensiven Zeit schon sehr ans Herz gewachsen und wir hoffen, dass er sein Leben mit seinen Artgenossen auf der Weide verbringen kann.













































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